Strahlenwirkung auf menschliches Gewebe

Es gibt mehrere Arten von Strahlenschäden, die durch ionisierende Strahlungen entstehen können. Man unterscheidet grundsätzlich folgende:

"Somatische Strahlenschäden":

Hierunter versteht man Folgeerscheinungen am Körper des Individuums, das der Strahlung ausgesetzt war.

"Genetische Strahlenschäden":

Diese bezeichnen solche, die als Veränderungen des Genmaterials sich erst in der Nachkommen-Generation bemerkbar machen. Insbesondere ist aber auch die Differentierung nach dem Entstehungsmechanismus wichtig: man unterscheidet "deterministische" von "stochastischen" Strahlenschäden.

"Deterministische Strahlenschäden":

Hierunter versteht man Schäden, die als Summe vieler elementarer Strahlenwirkungsprozesse auftreten. Sie können erst oberhalb von Dosisschwellenwerten auftreten, sind also nicht zufallsabhängig: bis zu einer bestimmten Dosis tritt keine Schädigung auf, ab dem Schwellenwert jedoch regelhaft. Zu den deterministischen Strahlenschäden gehören z.B. das Hauterythem und die Trübung der Augenlinse.

"Stochastische Strahlenschäden":

Stochastische Schäden entstehen durch die Wirkung eines einzigen Röntgenquants. Ein Röntgenquant alleine setzt dabei die Schädigung in vollem Umfang, die Dosis der Strahlung hat keinen Einfluß auf das Ausmaß des Schadens (Alles-oder-Nichts-Gesetz), sondern nur auf die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten eines solchen. Die stochastischen Schädigungen sind also den Gesetzmäßigkeiten des Zufalls unterworfen.

Schäden können auch an einzelnen Organgen auftreten. Dies hängt ganz von der Verteilung der Strahlen auf den Köper während der Behandlung ab und bon der „ Strahlensensibilität“ eines jeweiligen Organs. Je höher die Strahlensensibilität, umso höher ist das Risiko einen Organschaden davonzutragen.

Gewebe mit hoher Strahlensensibilität

Gewebe mit mittler Strahlensensibilität

Gewebe mit niedriger Strahlensensibilität